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I’m Glad It’s You – June EP

I’m Glad It’s You aus Redlands, Kalifornien veröffentlichten ihre Demo EP „June“ im Juli 2014 bei Open Door Records als Kassetten-Release. Im April 2016 brachte Backpack Records die Stücke erfreulicherweise noch einmal auf Vinyl heraus. Aufgenommen wurden die Songs im Earth Capital Studio durch Alex Estrada, der auch für Joyce Manor und Touché Amorè produzierte.

Der Opener „Curbside“ beginnt so, wie man es von einer Emo-Platte erwartet: Ein verspielter, cleaner Gitarrenpart mit prägnanter, sehnsuchtsvoller Stimme, die sich doch im Hintergrund hält und die entstehende Stimmung lyrisch perfekt unterstreicht: “Take a long last look at everything that means anything to you and me, there’s not a thing left to say, just watch it all fade away.“ Später setzt ein heiteres, leises Klimpern der zweiten Gitarre ein; Break. Es wird laut, fast hymnisch steigert sich „Curbside“, sodass die Zuhörerin grinsend nickend die Fäuste ballen und Augen zusammen kneifen mochte. Zur Mitte hin hat die Platte punkige Momente, besonders im schnelleren Song „June“, der für mich ein energetisches Highlight ist. Als ergreifend, nicht zuletzt durch die Lyrics „And as long as it’s you, I’ll be glad.“empfinde ich den abschließenden „Part of the act“. Zwar voller Sehnsucht ist es so, als würde mich die Platte durch die eingängiger Riffs mit gelegentlichem Delay und Tempowechsel vorantreiben ohne dabei das Gefühl zu verlieren.

Im Vergleich zur 2015 bei 6131 Records (Julien Baker, Suburban Living) erschienenen EP „Daydreams“ sind die Aufnahmen der „June“ EP noch deutlich punkiger und roher. Die Songs „June“ und „Minor Acts of Cannibalism“ sind auf „Daydreams“ in einer remasterten Fassung auffindbar. Die Vocals im Song „June“ sind in der Demo um einiges rauer und schräger, was für mich genau ihren Reiz ausmacht. Durch diese Unfertigkeit wird eine stärkere Intensität an Emotion erreicht, die mich sofort mitnahm. Die „Daydreams“ erscheint durch ihren Sound um Längen glatter und poppiger, woran sie etwas an Reiz verliert. Daher kann ich nur empfehlen, sich in der „June“ EP mit ihren wunderbaren catchy moments eine Weile zu verlieren und mit einem Lächeln den Singalong „If you didn’t stand by me, I’d be alone“ mitzusingen.

Am 04. November 2016 erscheint die erste LP „The Things I Never Say“ von I’m Glad It’s You bei 6131 Records.


Favourite Song:
Curbside

Mixtape Matches: Moose Blood – “Kelly Kapowski” & The Get Up Kids – „Forgive and Forget

Lyricly loved: „What did you want? With all your self pity you didn’t really think that it would change anything, and if you didn’t know then it just goes to show that feeling sorry is just a waste of time.” (June)

Perfect Setting: Emo at its best: Nachts im Sommerregen durch die Straßen laufen.

 

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by Tommy Caledron

by Tommy Caledron

Label: Backpack Records

Erscheinungsjahr: 2016

Bandcamp: https://imgladitsyou.bandcamp.com/releases

Facebook: https://www.facebook.com/imgladitsyou

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