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Algernon Cadwallader – Some Kind Of Cadwallader

Algernon Cadwallader aus Philadelphia brachten ihre erste LP „Some Kind Of Cadwallader” 2008 auf dem eigenen Label Hot Green Records und 2009 in der europäischen Pressung über Chupacabra Records raus. Der DIY-Gedanke hat bei ihnen einen hohen Stellenwert, sei es beim eigenständigen Booking kleiner Basement-Shows oder bei der Gestaltung der Platte mit hellblauem Oktopus-Siebdruck und handkopierter Lyrics-Blättchen.

Möchte man ein Gefühl dafür bekommen, bei einem Emo-Konzert der 90er Jahre in Chicago dabei zu sein, kommt man diesem mit der „Some Kind Of Cadwallader“ ziemlich nahe. Auch wenn ich kein Fan von Vergleichen mit anderen Bands bin; wer sich mit Cap’n Jazz und American Football beschäftigt hat, hört deren Einflüsse bei Algernon Cadwallader aufs äußerste raus. Peter Helmis‘ kratzend-schiefe Stimme lässt Tim Kinsella und das twinkly Gitarrenspiel Mike Kinsella hochleben. Als eine Replik der alten Midwest-Emo-Schule kann man Algernon Cadwallader dennoch nicht einstufen. Getapped wird rege und Cowbells, Xylophon und Melodica kommen zum Einsatz. Hinzu kommt energetisches, schräges Geschrei, wodurch sie ihren eigenwilligen Sound formieren, von dem man sich im Song „Some Kind Of Cadwallader“ ein perfektes Bild machen kann („Oooh man, it’s taking me over“). Während des gesamten Albums bricht die fröhliche, ja wirklich fröhliche Stimmung einfach nicht ab. Nach den beiden ersten kraftvollen Songs lassen „The Stars“ und „Horror“ für einen Moment verschnaufen, bis man in die restlichen tanzbaren Lieder, allen voran „Motivational Song“ wieder einsteigt. Bei letzterem macht selbst ein vermeintlich abgedroschener Sing-Along „Bop shoo wop, bop, bop, shoo wop“ furchtbar viel Spaß.

Ich durfte Algernon Cadwallader 2009 und 2011 live erleben und übertreibe nicht, wenn ich sage, dass sie zu den intensivsten Konzerten gehören, die ich bisher besucht habe. Man merkte, wie viel Spaß sie bei den Shows hatten, sodass sie mit ihrem Enthusiasmus das grinsend tanzende Publikum ansteckten während der Schweiß von der Decke tropfte.

Favourite Song: Casual discussions in a dome between two temples

Mixtape Matches: Kickball – Little Thing & Sport – Word95

Lyricly loved: “Johnny, Johnny get on with your life, Won’t get a chance, to get on with it twice
So if fucking up feels right, Then fuck it up.” (Motivational Song)

Perfect Setting: Während man beginnt, einen Blog namens casualdiscusisons.de zu starten.

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Label: Chupacabra Records

Erscheinungsjahr: 2009

Bandcamp: https://algernoncadwallader.bandcamp.com/album/some-kind-of-cadwallader

Facebook: https://www.facebook.com/Algernon-Cadwallader

1 kommentar

  1. Chris

    IIIIII bought youuuu a corsage, pinned a flower on my jaaacket, becaaause this night means a lot to me <3 Du hast sie tatsächlich live sehen können? Ich beneide dich immens darum und hoffe, es gibt diese Dudes irgendwann wieder

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